Hintergrundwissen

Konfigurator-Software: Definition, Vorteile, Arten und Anwendungsfälle

Mit einem Produktkonfigurator werden Kund:innen von passiven Konsumierenden zu Mitgestaltenden. Welche Möglichkeiten bietet eine moderne Konfigurator-Software, und wie profitieren Kund:innen und Vertrieb konkret? Wir erklären, was moderne Lösungen können und welche Vorteile sie für eine moderne Customer-Experience bieten.
 

Was ist Konfigurator-Software?

Mit einer Konfigurator-Software können Anwender:innen ein Produkt anhand verschiedener Kriterien und Regeln anpassen oder aus Einzelkomponenten selbst zusammenstellen. Produktkonfiguratoren kommen grundsätzlich in allen Branchen zum Einsatz, in denen Produkte individuell oder individualisiert geliefert werden. Der Umfang möglicher Konfigurationen reicht entsprechend von einfachen Anpassungen wie Farbe über den Austausch standardisierter Teile bis zur kompletten Konstruktion eines Produkts.

In B2B-Umgebungen werden sie beispielsweise von Maschinenbauunternehmen und Herstellern eingesetzt, um kundenspezifische Lösungen zu erstellen. Im B2C-Bereich finden sich Konfiguratoren auf Websites von Unternehmen, die ihren Kund:innen erlauben, personalisierte Produkte zu gestalten.

Ein Produktkonfigurator richtet sich entweder direkt an Endkund:innen und wird über eine Website zur Verfügung gestellt oder er wird für den internen Einsatz im Vertrieb konzipiert.

Über Schnittstellen zu ERP oder CRM kann eine Konfigurator-Software auf relevante Daten zugreifen, sodass etwa nicht verfügbare Komponenten in Echtzeit aus der Konfiguration genommen werden können. Gleichzeitig generiert der Produktkonfigurator wiederum wertvolle Daten über Trends und Präferenzen der verschiedenen Zielgruppen. Durch die Identifikation von Zusammenhängen und Regelmäßigkeiten in der Auswahl der Kund:innen können Unternehmen so Rückschlüsse für die Produktentwicklung, die Produktionsplanung, den Einkauf sowie Marketing und Vertrieb sichern.


Produktkonfigurator Arten: 2D, 3D und AR-Konfigurator

Eine Konfigurator-Software erlaubt die Erschaffung personalisierter Einkaufserfahrungen in der digitalen Welt. Bei der Wahl der richtigen Software-Lösung stehen Unternehmen folgende Arten von Konfigurator-Software zur Verfügung, die durch die Darstellung der konfigurierten Produkte unterscheiden:

  • 2D-Konfiguratoren: Diese Produktkonfiguratoren zeigen eine zweidimensionale Abbildung des konfigurierten Produkts. Bei den einfachsten Varianten wird die Abbildung am Ende der Konfiguration auf Basis der Eingaben generiert. Moderne Konfigurator-Software generiert diese Bilder häufig in Echtzeit. 2D-Konfiguratoren eignen sich dadurch primär für individualisierbare Produkte wie Poster oder Objekte mit Gravuren, bei denen es  auf die Komposition oder die richtige Positionierung ankommt.
  • 3D-Produktkonfiguratoren: Moderne Konfigurator-Software stellt Produkte mit einem dreidimensionalen Modell dar. Kund:innen können Produkte so von allen Seiten betrachten und ein Gefühl für verschiedene Details bekommen. Dadurch eignen sich 3D-Konfiguratoren besonders für komplexe Produkte wie Autos, Küchen, Möbel oder ganze Gebäude. Sie haben keine 3D-Modelle? Combeenation erstellt die Daten gerne für Sie zum Fixpreis.
  • AR Konfigurator Software: Augmented Reality bezeichnet die Einbindung virtueller Objekte in die reale Umgebung. So lassen sich Produkte direkt an ihrem späteren Einsatzort betrachten und Kund:innen bekommen ein besseres Gefühl für die Wirkung von Möbeln, Kleidungsstücken oder Farbkonzepten in ihrem Zuhause. 
Konfigurator-Software: Definition, Vorteile, Arten und Anwendungsfälle
Konfigurator-Software: Definition, Vorteile, Arten und Anwendungsfälle

Herausforderungen im modernen Vertrieb – und wie Konfigurator-Software sie löst 

Die Digitalisierung und die wachsende Dominanz der Plattformökonomie stellt Unternehmen vor neue Herausforderungen für den effektiven Vertrieb ihrer Produkte. Produktkonfiguratoren sind vor diesem Hintergrund ein nützliches Tool, um folgende Hürden zu nehmen und sich erfolgreich am Markt der Zukunft zu positionieren: 
 

Herausforderung: Positionierung in einem digitalen Umfeld

Mit der Digitalisierung haben Kund:innen jederzeit Zugang zu Produkten und Informationen über diese Produkte. Gleichzeitig machen digitale Plattformen und die Allgegenwart von Smartphones und Apps den Prozess der Suche und den Kauf immer unkomplizierter. In B2C-Geschäft sind daher immer häufiger weder Preis noch Verfügbarkeit ausreichende Alleinstellungsmerkmale, um sich von der globalen digitalen Konkurrenz abzuheben. Für Kund:innen steigt die Bedeutung von weichen Faktoren bei der Kaufentscheidung: Wie gut ist der Service, den ich bei diesem Anbieter bekomme? Wie unkompliziert ist die Produktauswahl? Sie erwarten personalisierte Angebote und Empfehlungen und wünschen sich gleichzeitig eine konsistente Erfahrung über verschiedene Vertriebskanäle hinweg.

Produktkonfiguratoren ermöglichen Kund:innen, ihre Produkte selbst ihren Vorstellungen anzupassen und erlaubt es dem Vertrieb, den Prozess der Angebotserstellung zu streamlinen. So können Unternehmen ein Einkaufserlebnis schaffen, das sich maßgeblich vom durchschnittlichen Erlebnis auf einer digitalen Plattform unterscheidet.
 

Herausforderung: Konsistente Erfahrungen im Omni-Channel-Vertrieb

Omni-Channel-Ansätzen gehört die Zukunft. Unternehmen müssen über verschiedene Kanäle präsent sein und ein konsistentes Kundenerlebnis bieten, doch die Voraussetzungen im klassischen Ladengeschäft und im Online-Shop sind sehr verschieden. Im Geschäft können Kund:innen ihre Produkte von allen Seiten betrachten, ausprobieren und verschiedene Varianten direkt miteinander vergleichen. 

Durch die Implementierung eines Web-Konfigurators können Kund:innen Produkte auch in einer virtuellen Umgebung von verschiedenen Seiten betrachten, anpassen und Varianten miteinander vergleichen, ähnlich wie im stationären Handel. So können sie Produkte auch im digitalen Raum intensiv erkunden und sie den eigenen Vorstellungen anpassen.

Dies schafft eine nahtlose Brücke zwischen den verschiedenen Kanälen und ermöglicht es Kund:innen, die Vorteile beider Welten zu nutzen und dabei ein konsistentes Einkaufserlebnis zu genießen.

 

Herausforderung: Komplexere Produkte und Dienstleistungen

Die Losgröße in der produzierenden Industrie sinkt – also die Zahl der Produkte, die für eine wirtschaftliche Produktion notwendig sind. Dadurch ist die Flexibilität in Bezug auf die Individualisierung von Produkten deutlich gewachsen.

Produktkonfiguratoren machen diese Flexibilität für Kund:innen zugänglich und erleichtern auf der anderen Seite die Angebotserstellung bei komplexen Produkten mit vielen Anpassungsmöglichkeiten von Einzelteilen, die möglicherweise noch voneinander abhängig sind. Die visuelle Darstellung der konfigurierten Produkte hilft Kund:innen dabei, fundierte Kaufentscheidungen zu treffen. Sie erhalten einen besseren Eindruck vom Produkt und bauen eher eine emotionale und gedankliche Verbindung zu ihm auf. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Abschluss.
 

Fazit: Die richtige Konfigurator-Lösung für Ihr Unternehmen

Von personalisierten Schmuckstücken bis zu maßgeschneiderten Automobilen – Produktkonfiguratoren haben die Art und Weise, wie wir einkaufen, revolutioniert. Eine Konfigurator-Software macht das virtuelle Einkaufen für Kund:innen persönlicher, transparenter und bequemer. Moderne Lösungen wie von Combeenation bieten dabei nicht nur einen strukturierten Verkaufsprozess, sondern machen Ihre Produkte in der virtuellen Welt lebendig und erlebbar.

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