Die unterschiedlichen Stufen von Konfiguration

Unterschiedliche Komplexitätsstufen von Produktkonfiguratoren


Kund*innen die Möglichkeit zu geben, ihre Produkte zu individualisieren und zu personalisieren bringt viele Vorteile mit sich. Aber nicht jede Art der Individualisierung ist gleich. Wir unterscheiden grob zwischen kosmetischer, funktionaler und parametrischer Konfiguration. Diese drei unterschiedlichen Stufen stellen eigene Voraussetzungen an den Konfigurator, die Visualisierung und Fertigung des Endproduktes. Nicht für jedes Produkt gibt es von vornherein eine einzige perfekte Lösung, weil auch das Geschäftsmodell berücksichtigt werden muss.  


Die kosmetische Konfiguration

Grundsätzlich kann man sagen, dass es sich um kosmetische Konfiguration handelt, wenn die Individualisierung eines Produktes erst dann passiert, wenn das eigentliche Produkt bereits gefertigt wurde. Dies kann beispielsweise durch Aufdruck, Stickereien oder Bemalungen passieren, den häufigste Einsatz davon findet man bei T-Shirt Konfiguratoren: Das Produkt an sich (das Shirt) ist bereits fertig und wird dann durch Aufdrucke individualisiert. Der Vorteil davon ist, dass T-Shirts in größeren Mengen vorproduziert werden können und werden anschließend lediglich mit individuellen Motiven oder Texten bedruckt. Die Integration der Individualisierung findet also ganz zum Schluss statt, was den gesamten Prozess eher unkompliziert gestaltet.
 

Visualisierung eines kosmetischen Produktkonfigurators
Beispiel eines kosmetischen Produktkonfigurators

 

Die funktionale Konfiguration

Etwas anspruchsvoller ist dagegen die funktionale Konfiguration. Hier wird das Produkt nämlich so individualisiert, dass keine Endfertigung im Voraus möglich ist, weil Teile und Komponenten je nach Konfiguration zusammengebaut werden müssen. Ein Beispiel dafür sind Auto-Konfiguratoren: Durch die individuelle Auswahl von Motor, Getriebe, Innenausstattung und Zusatzfunktionen muss das Produkt erst dann zusammengebaut werden, wenn die Daten aus dem Konfigurator vorliegen. Daher muss der Produktkonfigurator enger in die Fertigung integriert werden. 
 

Visualisierung eines funktionalen Produktkonfigurators
Beispiel für einen funktionalen Produktkonfigurator

 


Die parametrische Konfiguration

Am komplexesten erweist sich die parametrische Konfiguration. Parametrisch in diesem Zusammenhang bedeutet, dass Abmessungen frei festgelegt werden können. Also beispielsweise die Länge und Breite einer Tischplatte. Sowohl die 3D Visualisierung als auch der Produktionsprozess sind bei dieser Konfigurationsstufe am anspruchsvollsten. Der Vorteil davon ist jedoch, dass Kund*innen ein Produkt erhalten, das deren Ansprüche perfekt erfüllt, was einen enormen Wettbewerbsvorteil bedeuten kann. Weiteres Beispiele von Produkten, die parametrisiert werden können, sind neben der oben genannten Tischplatte auch viele andere Möbel oder maßgefertigte Kleidung. 
 

Visualisierung eines parametrischen Produktkonfigurators
Beispiel für einen parametrischen Produktkonfigurator


Selbstverständlich kann man auch Stufen miteinander verbinden, theoretisch ist es sogar möglich, alle drei Stufen in einem einzigen Konfigurator zu verbinden. Das Ergebnis hängt allerdings immer vom Produkt und dem Geschäftsmodell ab, weswegen es hier keine allgemein gültige Regel gibt.

 

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