CPQ (Configure-Price-Quote)

Die besten CPQ-Tools im Vergleich

Autor: Elisabeth Sonnleitner

Acht relevante CPQ-Lösungen für Hersteller variantenreicher Produkte – mit Stärken, Zielgruppen und klaren Auswahlkriterien. So finden Sie schnell die passende Lösung.

Transparenzhinweis: Dieser Vergleich stammt von Combeenation, einem der hier vorgestellten Anbieter. Wir haben ihn so sachlich wie möglich gehalten und für alle Anbieter einheitliche Bewertungskriterien angewendet. Die für Sie richtige Entscheidung sollten Sie dennoch immer an Ihrem eigenen, realen Anwendungsfall festmachen – nicht an einem Vergleich.
 

Auf einen Blick

  • CPQ (Configure, Price, Quote) automatisiert Produktkonfiguration, Preisfindung und Angebotserstellung in einem durchgängigen Prozess – und verkürzt Angebotszyklen messbar.
  • Den einen „besten" Anbieter gibt es nicht. Die richtige Wahl hängt von Produktkomplexität, gewünschter Flexibilität, vorhandenen CRM-/ERP-Systemen und Vertriebskanälen ab.
  • Combeenation eignet sich besonders für Unternehmen, die hohe Flexibilität und eine schnelle Time-to-Market brauchen, unabhängig von bestehenden Systemen bleiben wollen und komplexe Anforderungen abbilden wollen.
  • Daneben stehen die großen Enterprise-Lösungen: SAP CPQ, Salesforce und Oracle CPQ. Sie sind auf Konzerne und große Unternehmen zugeschnitten und spielen ihre Stärke vor allem innerhalb ihrer jeweiligen Plattformwelt aus. Ausgelegt auf hohe Angebotsvolumina, durchgängige Prozesse und komplexe Konzernstrukturen, entfalten sie ihren vollen Nutzen meist erst dort, wo die passende Systemlandschaft – etwa SAP oder Salesforce – ohnehin schon im Einsatz ist.
  • Eine Sonderstellung nimmt Tacton ein: ein spezialisierter CPQ-Anbieter ohne breite Enterprise-Suite, aber gezielt auf komplexe Fertigung und stark konfigurierbare Produkte ausgerichtet – mit Integrationen in ERP, CRM und PLM sowie CAD- und Design-Automation.
  • Eine weitere Gruppe von Anbietern – encoway, camos und CAS Merlin – hat einen starken CPQ-Fokus, gilt aber nicht als Enterprise-Lösung. Ihr Einsatzgebiet liegt vor allem bei variantenreichen Produkten mit umfangreichen Regelwerken.
     

CPQ-Tools im Vergleich

Zunächst die acht Anbieter mit einigen zentralen Kriterien auf einen Blick. Ausführliche Porträts jedes Anbieters folgen weiter unten.

 

Anbieter Am besten geeignet für Konfigurationslogik Deployment DACH-Relevanz
Combeenation Variantenreiche Produkte, hohe Flexibilität, schnelle Time-to-Market, systemunabhängig Regelbasiert Cloud Sehr hoch
SAP CPQ Unternehmen mit SAP-Landschaft, hohe Angebotsvolumina Regel- & variantenbasiert Cloud Sehr hoch
Tacton Maschinen-/Anlagenbau, Vertrieb + Konstruktion eng verzahnt (CAD) Constraint-basiert Cloud Hoch
Salesforce Unternehmen tief im Salesforce-Ökosystem Regelbasiert (neu auch constraint-basiert) Cloud Mittel-hoch
encoway Hersteller von Investitionsgütern, Guided Selling Regel- & variantenbasiert Cloud oder On-Premise Sehr hoch
Oracle CPQ Große Unternehmen, v. a. mit Oracle-Landschaft, hohe Volumina Regelbasiert Cloud Mittel
camos Umfangreiche Regelwerke, Industrie/Maschinenbau Regelbasiert Cloud oder On-Premise Sehr hoch
CAS Merlin Mittelstand/Großkunden mit CRM-Nähe + deutschem Hosting Regelbasiert Cloud oder On-Premise Sehr hoch

 

 

Was ist CPQ?

CPQ steht für Configure, Price, Quote. Eine CPQ-Software konfiguriert variantenreiche Produkte regelbasiert (Configure), berechnet automatisch den korrekten Preis inklusive Rabatten und Sonderkonditionen (Price) und erstellt daraus auf Knopfdruck das fertige Angebot samt Stückliste und technischen Unterlagen (Quote).
 

Was bringt CPQ?

CPQ verkürzt die Angebotserstellung von Tagen auf Minuten und sichert damit den entscheidenden Reaktionsvorsprung im Wettbewerb. Gleichzeitig sinkt die Fehlerquote drastisch, weil unzulässige Konfigurationen, falsche Preise oder vergessene Positionen systemseitig ausgeschlossen werden. Hinterlegte Rabattgrenzen, Mindestmargen und automatische Genehmigungsworkflows schützen die Profitabilität und machen jede Preisentscheidung nachvollziehbar. Neue Mitarbeiter können schnell eingearbeitet werden, weil das gesamte Wissen im Konfigurator steckt, und Kunden können selbst konfigurieren, ohne auf jemanden angewiesen zu sein. Auch für Händlernetzwerke ist das System ideal, da sich differenzierte Rollen und Rechte vergeben lassen und Händler eigenständig agieren können. Unterm Strich: schnellere Abschlüsse, stabile Margen und mehr verkaufsaktive Zeit beim Kunden.

Die Prognosen verdeutlichen das erhebliche Potenzial von CPQ-Lösungen für Unternehmen: Mordor Intelligence erwartet, dass der globale CPQ-Markt von 3,14 Milliarden USD im Jahr 2025 auf 7,55 Milliarden USD bis 2031 wächst. Mit einer prognostizierten jährlichen Wachstumsrate von 15,74 % zählt der Markt zu den dynamisch wachsenden Segmenten im Bereich der Unternehmenssoftware.
 

Die besten CPQ-Tools im Vergleich

Die führenden CPQ-Anbieter im Überblick

Jeder der folgenden Anbieter hat seinen eigenen Schwerpunkt. Entscheidend ist daher weniger „gut oder schlecht" als die Frage, wofür eine Lösung gemacht ist – genau das haben wir je Anbieter herausgearbeitet.

1. Combeenation

Combeenation aus Österreich ist seit 2009 auf CPQ und Produktkonfiguration spezialisiert. Wo andere ein starres Standardprodukt liefern, setzt das Unternehmen auf eine cloud-basierte Plattform, die sich konsequent an die jeweiligen Produkte und Prozesse anpasst – nicht umgekehrt. Dabei lässt sich die Konfigurator-Oberfläche bis ins Detail anpassen – mit weitreichendem Raum für Individualisierung.

Das zeichnet Combeenation aus

  • Für komplexe Regelwerke und hohe Performance-Anforderungen bei maximaler Individualisierung.
  • Regelbasiert statt variantenbasiert – einmal Regeln pflegen statt endlose Variantenlisten
  • Herstellerunabhängig integrierbar

Am besten geeignet für: Hersteller variantenreicher Produkte, die hohe Flexibilität, eine schnelle Time-to-Market und Unabhängigkeit von bestehenden Systemen suchen.



Im Detail:

  • Zielgruppe: Mittelständische Unternehmen, insbesondere Hersteller von Produkten mit vielen Varianten (z. B. Maschinenbau, Medizintechnik, Möbel und Bau) sowie Unternehmen mit starkem Händlervertrieb.
  • Integration: CRM, ERP, PIM und E-Commerce lassen sich alle herstellerunabhängig anbinden – rundum offen.
  • Deployment: Cloud (Microsoft Azure) 
  • Konfigurationslogik: Regelbasiert
  • Implementierungsaufwand: Sehr flexibel - je nach Produktumfang dauern einfache Projekte bei Combeenation zwischen 6-12 Wochen.
  • Typische Grenzen: Nicht die Wahl, wenn eine fertige Standardlösung mit Einmalkosten gesucht wird oder wenn On-Premise Pflicht ist.
  • Preis-/Lizenzmodell: ab 697 Euro pro Monat (zzgl. einmaliger Implementierungskosten), detailliertes Angebot auf Anfrage
  • DACH-Relevanz: Sehr hoch. Österreichischer Anbieter mit deutschsprachigem Support.

 

2. SAP CPQ

SAP CPQ ist die CPQ-Lösung des deutschen Software-Konzerns SAP und tief in dessen Vertriebs- und ERP-Welt eingebettet.

Das zeichnet SAP CPQ aus

  • Ein Anbieter für die gesamte Prozesskette – von der Konfiguration bis zur Rechnung, mit einer einzigen Verantwortlichkeit statt mehrerer Schnittstellen-Partner
  • Robuste Preis-, Rabatt- und Genehmigungslogik
  • Auf Enterprise-Anforderungen ausgelegt

Am besten geeignet für: Unternehmen mit SAP-Landschaft - aber nicht ausschließlich darauf begrenzt.



Im Detail:

  • Zielgruppe: Konzerne und große Unternehmen mit SAP-Landschaft.
  • Integration: Stark bei CRM, ERP und E-Commerce im SAP-Umfeld, externe Systeme sind möglich, aber meist integrationsintensiver.
  • Deployment: Cloud
  • Konfigurationslogik: Regel- und variantenbasiert
  • Implementierungsaufwand: größeres Projekt, hoher Aufwand durch die enge SAP-Verzahnung; mehrere Monate.
  • Typische Grenzen: Voller Nutzen nur mit SAP im Haus. Für kleinere Firmen ohne SAP meist zu groß und zu teuer. Einführung aufwändig.
  • Preis-/Lizenzmodell: Auf Anfrage; nutzerbasiertes Abo, Enterprise-Verträge. 
  • DACH-Relevanz: Sehr hoch. Deutscher Konzern und deutschsprachiger Support.

 

3. Tacton

Tacton aus Schweden ist ein auf den Maschinen- und Anlagenbau spezialisierter CPQ-Anbieter mit constraint-basierter Konfiguration komplexer Produkte.

Das zeichnet Tacton aus

  • Besonders stark, wo Konfiguration bis in die Konstruktion reicht – etwa mit automatisierter CAD-Generierung und Design Automation für hochkomplexe technische Produkte.
  • Standardintegrationen zu Salesforce, Microsoft Dynamics, SAP & PLM

Am besten geeignet für: Hersteller mit vielen Produktvarianten, die Vertrieb und Konstruktion eng verzahnen wollen.



Im Detail:

  • Zielgruppe: Maschinen- und Anlagenbauer mit hochkomplexen, kundenspezifisch konstruierten Produkten (Einzel-/Auftragsfertigung), die Vertrieb und Konstruktion eng verzahnen – gehobener Mittelstand bis Konzern.
  • Integration: CRM (Salesforce, MS Dynamics) und ERP (SAP, Oracle, Dynamics) sind angebunden – über die Plattform; PIM per Anbindung (z. B. inriver), E-Commerce über Self-Service. Insgesamt sehr offen.
  • Deployment: Cloud
  • Konfigurationslogik: Constraint-basiert
  • Implementierungsaufwand: Ein typisches Projekt läuft über mehrere Monate, bei sehr komplexen Produkten auch länger.
  • Typische Grenzen: Zu groß für einfache Katalog- und Preisfälle. Der Modellaufbau ist aufwändig, die Lizenzen pro Nutzer sind eher teuer. Kein schneller Start. 
  • Preis-/Lizenzmodell: Auf Anfrage; nutzerbasiertes Abo. 
  • DACH-Relevanz: Hoch. Obwohl aus Schweden, hat das Unternehmen ein eigenes Büro in Karlsruhe.

 

4. Salesforce (Revenue Cloud / Agentforce Revenue Management)

Salesforce aus den USA bietet CPQ als Teil seiner Revenue Cloud, eng verzahnt mit dem Salesforce-CRM. 
Wichtig: Salesforce CPQ wird seit März 2025 nicht mehr an Neukunden verkauft (Bestandskunden weiter unterstützt); die Weiterentwicklung läuft über die Nachfolgeplattform Agentforce Revenue Management.

Das zeichnet Salesforce aus

  • Nahtlose Integration in das Salesforce-CRM
  • Stark bei Abo-Modellen und der Verwaltung laufender Verträge
  • Großes Partner- und App-Ökosystem

Am besten geeignet für: Salesforce ist vor allem relevant für Unternehmen, die bereits tief im Salesforce-Ökosystem arbeiten. Bei neuen Projekten sollte jedoch genau geprüft werden, ob Agentforce Revenue Management beziehungsweise die neue Revenue-Cloud-Architektur gemeint ist — und nicht die klassische Salesforce-CPQ-Lösung. 



Im Detail:

  • Zielgruppe: Unternehmen, deren Vertrieb schon auf  Salesforce läuft; Mittelstand bis Konzern
  • Integration: CRM nur Salesforce (dafür sehr tief), ERP und PIM über Schnittstellen, E-Commerce über Salesforce Commerce.
  • Deployment: Cloud
  • Konfigurationslogik: Regelbasiert; die neue Version bringt auch constraint-basierte Konfiguration
  • Implementierungsaufwand: Eine Neueinführung wird als Projekt mit einem Salesforce-Partner umgesetzt und dauert je nach Umfang meist mehrere Monate.
  • Typische Grenzen: Voller Nutzen nur mit Salesforce als CRM; als Zusatz teuer. Starke Bindung an das Salesforce-Umfeld. 
  • Preis-/Lizenzmodell: Meist auf Anfrage.
  • DACH-Relevanz: Mittel bis hoch. US-Anbieter mit starker DACH-Präsenz und deutschsprachigem Support.

 

5. encoway

encoway aus Bremen (Teil der Lenze-Gruppe) bietet seit dem Jahr 2000 modulare CPQ-Lösungen für Hersteller von Investitionsgütern.

Das zeichnet encoway aus

  • Ausgereiftes Guided Selling und Variantenmanagement
  • Modularer Aufbau – vom Vertriebswerkzeug bis zum kundenseitigen Web-Konfigurator 
  • Verschiedene Betriebsmodelle: als Cloud-Lösung oder im eigenen Rechenzentrum (On-Premise) – ein Vorteil für Unternehmen mit strengen Daten- oder Hosting-Vorgaben.

Am besten geeignet für: Hersteller komplexer Komponenten und Geräte, die auf Guided Selling und einen etablierten Anbieter setzen.



Im Detail:

  • Zielgruppe: Hersteller von Investitionsgütern, Komponenten und Geräten, die auf Guided Selling und einen etablierten Standardanbieter setzen
  • Integration: Hat fertige Standard-Schnittstellen für SAP (ERP) sowie Microsoft Dynamics und Salesforce (CRM) und ist zugleich offen – alle anderen Systeme lassen sich über plattformneutrale REST-APIs anbinden.
  • Deployment: Cloud oder On-Premise
  • Konfigurationslogik: Regel- und variantenbasiert
  • Implementierungsaufwand: Durch den modularen Aufbau kann man klein starten (z. B. nur interner Vertrieb) und später ausbauen.
  • Typische Grenzen: Für sehr kleine Firmen ist die Einführung oft zu projektlastig. Sie bringt mehr mit, als kleine Betriebe in der Regel brauchen.
  • Preis-/Lizenzmodell: Auf Anfrage.
  • DACH-Relevanz: Sehr hoch. Deutscher Anbieter, deutschsprachig

 

6. Oracle CPQ

Oracle CPQ aus den USA (früher BigMachines) ist eine etablierte Enterprise-Lösung innerhalb der Oracle-Cloud.

Das zeichnet Oracle CPQ aus

  • Enterprise-Skalierung für große Kataloge und komplexe Preisregeln
  • Starkes Guided Selling und Self-Service-Quoting über Web-Portale
  • Offen für CRM-/ERP-Systeme auch anderer Anbieter – unter den Enterprise-Lösungen am wenigsten an das eigene Ökosystem gebunden

Am besten geeignet für: Große Unternehmen – besonders mit Oracle-Landschaft – mit hohen Angebotsvolumina und komplexen Konfigurationen.



Im Detail:

  • Zielgruppe: Große Unternehmen, vor allem mit Oracle-Landschaft; hohe Angebotsmengen.
  • Integration: CRM, ERP, PIM und E-Commerce breit abgedeckt und auch für Fremdsysteme offen.
  • Deployment: Cloud
  • Konfigurationslogik: Regelbasiert
  • Implementierungsaufwand: großes Enterprise-Projekt mit Partner; Aufwand steigt mit Katalog- und Regelgröße; rechnet sich erst bei hohen Mengen.
  • Typische Grenzen: Für kleine und mittlere Firmen meist zu groß und zu teuer. Einführung aufwändig, die Oberfläche gilt teils als weniger modern.
  • Preis-/Lizenzmodell: Auf Anfrage; nutzerbasiertes Abo.
  • DACH-Relevanz: Mittel. US-Anbieter mit Präsenz, Partnern, deutschsprachigem Support und EU-Hosting; wenig DACH-Industrie-Ausrichtung.

 

7. camos

camos aus Stuttgart ist auf variantenreiche B2B-Produkte spezialisiert.

Das zeichnet camos aus

  • Einer der CPQ-Spezialisten im deutschsprachigen Raum
  • Auf große, komplexe Regelwerke ausgelegt
  • In mehreren Ausbaustufen erhältlich – von der Mittelstandsversion (camos CPQ Compact) bis zur Konzernlösung (camos CPQ 365)

Am besten geeignet für: Unternehmen mit umfangreichen Regelwerken.



Im Detail:

  • Zielgruppe: Mittelstand bis Konzern (über die Ausbaustufen); Industrie und Maschinenbau. 
  • Integration: CRM und ERP werden über Standard-Schnittstellen gut angebunden (mit tiefer SAP-Integration), E-Commerce ist vorhanden; PIM lässt sich anbinden, ist aber kein Schwerpunkt.
  • Deployment: Cloud und On-Premise
  • Konfigurationslogik: Regelbasiert
  • Implementierungsaufwand: je nach Ausbaustufe vom schnellen Einstieg bis zum mehrmonatigen Projekt.
  • Typische Grenzen: Auf komplexe Regelwerke ausgelegt — für einfache Produkte oder reine Preislisten zu viel. Kleinerer, spezialisierter Anbieter mit kleinerem Umfeld als SAP, Salesforce oder Oracle. 
  • Preis-/Lizenzmodell: Auf Anfrage; Abo-Modell, Preis je nach Ausbaustufe. 
  • DACH-Relevanz: Sehr hoch. Deutscher Anbieter, deutschsprachig, viele Industriekunden im DACH-Raum.

 

8. CAS Merlin

CAS Merlin von der CAS Software AG aus Karlsruhe verbindet CPQ mit enger CRM-Nähe und Hosting in Deutschland.

Das zeichnet CAS Merlin aus

  • KI-gestütztes Guided Selling, das durch die Produktkonfiguration führt 
  • Enge Anbindung an das CAS-eigene CRM, aber auch eigenständig nutzbar

Am besten geeignet für: Mittelstand und Großkunden, die eine CPQ-Lösung mit CRM-Anbindung und deutschem Hosting suchen.



Im Detail:

  • Zielgruppe: Mittelstand und Großkunden, die CPQ mit CRM-Nähe und deutschem Hosting wollen; über eigene Module auch für Händler und Endkunden. 
  • Integration: Am stärksten beim CRM (eigenes genesisWorld, auch SAP), ERP über die eigene Plattform Syncler; PIM und E-Commerce stehen weniger im Vordergrund als CRM-nahe CPQ-Prozesse.
  • Deployment: Cloud und On-Premise
  • Konfigurationslogik: Regelbasiert
  • Implementierungsaufwand: mittelstandsfreundliches Projekt, modularer Start, über CAS oder Partner; überschaubarer als die großen Suiten.
  • Typische Grenzen: Kleinerer Anbieter mit kleinerem Umfeld. Nicht für sehr komplexe Konstruktion und CAD im schweren Maschinenbau.
  • Preis-/Lizenzmodell: Auf Anfrage 
  • DACH-Relevanz: Sehr hoch. Deutscher Anbieter, deutschsprachig.
Die besten CPQ-Tools im Vergleich

Wie Sie den richtigen CPQ-Anbieter auswählen

Die Softwareinvestition ist selten der größte Aufwand – entscheidend ist, wie gut die Lösung zu Produkten, Prozessen und IT-Landschaft passt. Diese fünf Fragen helfen bei der Eingrenzung:

1. Wie komplex und variantenreich sind Ihre Produkte?
Bei sehr großen Regelwerken mit vielen Abhängigkeiten und Angebotspositionen entscheidet die Performance. Eine leistungsfähige Konfigurations-Engine muss auch umfangreiche Konfigurationen in Echtzeit und ohne spürbare Wartezeiten verarbeiten – selbst wenn Produktvielfalt und Datenmengen weiter wachsen. Prüfen Sie deshalb, wie sich eine Lösung bei steigender Komplexität und zunehmendem Datenvolumen verhält. Umgekehrt gilt: Wenn Produkte nur wenige Varianten haben und Preise einfach sind, sind spezialisierte Konfiguratoren oft nicht nötig. In solchen Fällen reicht meist eine einfachere Lösung aus.

2. Wie schnell müssen Sie am Markt sein?
CPQ-Projekte können zeitlich und im Umfang schnell ausufern. Achten Sie deshalb auf eine Lösung, die agil ist: schnell live geht, sich danach laufend weiterentwickeln lässt und nicht unnötig komplex wird. So bringen Sie neue Produkte, Varianten und Preise zügig an den Markt, statt in langwierigen IT-Projekten festzustecken. 

3. Wie tief sind Sie bereits in einem Ökosystem?
Wenn Ihr Vertrieb ohnehin auf SAP, Salesforce oder Oracle läuft, kann die passende CPQ-Lösung aus derselben Welt der pragmatische Weg sein – eine Verantwortlichkeit, tiefe native Integration, weniger Schnittstellen. Der Preis dafür ist eine stärkere Bindung an genau dieses Ökosystem. Wer noch keine feste Plattform hat, verschiedene Systeme mischt oder unabhängig bleiben will, fährt mit einem herstellerneutralen Anbieter flexibler, weil sich Systeme später wechseln oder ergänzen lassen, ohne den Konfigurator neu aufzubauen.

4. Denkt das System in Möglichkeiten oder in Varianten?
Die entscheidende Trennlinie verläuft nicht zwischen Herstellern, sondern zwischen zwei Bauweisen. Variantenbasierte Systeme verlangen, dass jede zulässige Variante vorab als eigener Artikel angelegt wird – schon wenige Optionen ergeben hunderte Kombinationen, die Variantenliste wird unübersichtlich und wartungsintensiv. Logikgetriebene Systeme – ob regel- oder constraint-basiert – definieren einmal Bausteine und Regeln und leiten die konkrete Variante erst ab, wenn sie gebraucht wird. Welcher logikgetriebene Ansatz besser passt, hängt von Ihren Abhängigkeiten ab; prüfen Sie an einem echten Fall, ob die Engine sie sauber abbildet und auch bei wachsendem Regelwerk performant bleibt.

5. Was passiert nach dem Go-live?
Eine CPQ-Lösung ist kein einmaliges Projekt, sondern eine langfristige Partnerschaft. Entscheidend ist deshalb der Support: Gibt es einen direkten, persönlichen Ansprechpartner, der Ihre Lösung kennt, oder nur ein anonymes Ticketsystem? Wer Sie auch nach dem Start aktiv weiterbegleitet und Ihre Lösung gemeinsam mit Ihnen weiterentwickelt, macht langfristig den Unterschied.
 

Die besten CPQ-Tools im Vergleich

Fazit

Es gibt nicht das eine beste CPQ-System – die richtige Wahl hängt von Ihren individuellen Anforderungen ab. Komplexität der Produkte, Performance bei großen Regelwerken, Flexibilität der Konfigurations-Engine, Integrationsfähigkeit in bestehende CRM- und ERP-Landschaften, Geschwindigkeit der Einführung und die Qualität des Supports nach dem Go-live fallen je nach Unternehmen unterschiedlich ins Gewicht. Ein Anbieter, der für den einen Anwendungsfall ideal ist, kann für einen anderen überdimensioniert oder zu starr sein.

Der beste nächste Schritt ist deshalb immer der gleiche: eigene Anforderungen klären, eine Shortlist bilden und die favorisierten Anbieter mit einem realen Anwendungsfall vergleichen. So zeigt sich in der Praxis schnell, welche Lösung wirklich zu Ihnen passt – jenseits von Funktionslisten und Hochglanzbroschüren.

 

Quellen & Methodik

Dieser Vergleich beruht auf öffentlich zugänglichen Hersteller-, Branchen-, Analysten- und Review-Informationen mit Stand Juli 2026 und stammt von Combeenation, einem der vorgestellten Anbieter.
Aufgenommen wurden bewusst zwei Anbietergruppen: große Plattform- und Enterprise-Anbieter wie SAP, Salesforce und Oracle, die im B2B-Vertrieb häufig in die engere Auswahl kommen, sowie spezialisierte CPQ-Anbieter mit besonderer Relevanz im deutschsprachigen Raum und in der variantenreichen Fertigung, darunter Tacton, encoway, camos, CAS Merlin und Combeenation.

Die Auswahl erfolgte nach Kriterien wie Zielgruppen, Implementierungsaufwand, Preismodelle, Integrationsfähigkeit, Zielgruppe, Funktionsumfang und Sichtbarkeit im DACH-Raum. Nicht berücksichtigt wurden Lösungen, deren Schwerpunkt stärker auf E-Commerce-Produktkonfiguration, Visual Commerce, 3D-/AR-Visualisierung oder Web-to-Print liegt als auf CPQ für komplexe B2B-Vertriebs- und Fertigungsprozesse. Dazu zählen beispielsweise Zakeke, Threekit, Kickflip, Expivi oder Sketchfab/Fab. Weitere Nischen- und Regionalanbieter wurden aufgrund des begrenzten Vergleichsumfangs nicht aufgenommen.

Die Auswahl erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Die Datenerhebung war teilweise herausfordernd, da Informationen je nach Anbieter unterschiedlich detailliert, schwer auffindbar oder nur eingeschränkt vergleichbar öffentlich verfügbar sind. Zudem ändern Anbieter ihren Funktionsumfang, Integrationen, Preismodelle, Lizenzbedingungen, Serviceleistungen und technischen Möglichkeiten laufend. Leser sollten daher alle entscheidungsrelevanten Angaben vor einer Auswahlentscheidung direkt beim jeweiligen Anbieter validieren.

 

Häufige Fragen zu CPQ-Software

Was kostet eine CPQ-Software?

Die meisten CPQ-Anbieter nennen keine Listenpreise, sondern kalkulieren pro Projekt – abhängig von Nutzerzahl, Produktkomplexität und Integrationsaufwand; verbreitet sind nutzerbasierte Abo-Modelle. Konkrete Einstiegspreise sind selten öffentlich: Combeenation nennt beispielsweise ab 697 Euro pro Monat zuzüglich einmaliger Implementierungskosten. Zur reinen Lizenzgebühr kommen fast immer Einführungs- und Betreuungskosten, die je nach Umfang deutlich stärker ins Gewicht fallen als die Software selbst.

Was ist der Unterschied zwischen regelbasierter und variantenbasierter Konfiguration?

Variantenbasierte Systeme speichern jede mögliche Produktvariante als eigenen Artikel. Gibt es viele Auswahlmöglichkeiten, entstehen schnell tausende Varianten, die aufwendig gepflegt werden müssen.
Regelbasierte Systeme arbeiten anders: Hier werden die einzelnen Bausteine und die Regeln nur einmal festgelegt. Daraus werden alle gültigen Produktkombinationen automatisch und in Echtzeit erstellt. Deshalb sind regelbasierte Systeme bei Produkten mit vielen Varianten meist einfacher zu pflegen.
 

Welche CPQ-Lösung eignet sich für den Maschinen- und Anlagenbau?

Für hochkomplexe, kundenspezifisch konstruierte Produkte, bei denen die Konfiguration bis in die Konstruktion reicht, sind spezialisierte Anbieter wie Tacton einschlägig. Wo es stärker um variantenreiche B2B-Produkte mit großen Regelwerken geht, kommen auch camos, encoway oder Combeenation infrage.

Brauche ich SAP oder Salesforce, um eine CPQ-Lösung einzusetzen?

Nein. Anbieter wie SAP CPQ oder Salesforce Revenue Cloud entfalten ihren vollen Nutzen zwar erst innerhalb der jeweiligen Plattformwelt, plattformunabhängige Lösungen lassen sich dagegen an bestehende ERP-, CRM- und PIM-Systeme unterschiedlicher Hersteller anbinden. Wer noch kein festes Ökosystem hat oder unabhängig bleiben will, ist mit einem herstellerneutralen Anbieter meist flexibler.

Wie lange dauert die Einführung einer CPQ-Lösung?

Das reicht von wenigen Wochen bis zu mehreren Monaten. Modulare oder cloud-basierte Lösungen können bei überschaubarem Produktumfang in etwa 6–12 Wochen live gehen; große Enterprise-Projekte mit tiefer ERP-Verzahnung oder sehr komplexen Produkten dauern typischerweise mehrere Monate. Entscheidend ist weniger die Software als die Komplexität des abzubildenden Regelwerks.

Cloud oder On-Premise – was ist besser?

Das hängt von den Daten- und Hosting-Vorgaben ab. Viele moderne CPQ-Lösungen sind reine Cloud-Produkte; wo On-Premise-Betrieb Pflicht ist, kommen nur Anbieter infrage, die das ausdrücklich anbieten – etwa encoway, camos oder CAS Merlin. Diese Anforderung grenzt das Feld oft stärker ein als jedes Funktionsmerkmal.